Einen Überblick über die Gartenkunstgeschichte an Emscher und Ruhr zeigt eine Ausstellung in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen. Neben den über 140 Exponaten von internationalem Rang lockt die herrliche Blütenpracht im Kaisergarten.
Das sich stetig wandelnde Revier, in dem Kohle und Stahl seit fast 200 Jahren eine eigenwillige Kulturlandschaft prägen, zeichnet sich durch eine einzigartige Gartenkunst aus. Bereits im Barock werden Gartenanlagen von höchstem künstlerischem Rang (Borbeck) angelegt, der englische Landschaftsgarten hinterlässt seine weitläufigen Spuren (Herten).
Erwin Barth: Nordmarkt in Dortmund, Handzeichnung © Architekturmuseum TU Berlin
Gründerzeit und Reformbewegung schaffen mit unzähligen öffentlichen und privaten Gärten eine vielfältige Gartenlandschaft, die das Gesicht der Region bis heute prägt. In diesem einzigartigen grünen Revier, wo sich Kappes (Realität und Nutzen) und Zypressen (Traum und Erlesenes) treffen, spiegelt sich das wechselseitige Spannungsverhältnis gesellschaftlicher und kultureller Transformationsprozesse der Industrialisierung. Die Gegenwart gestaltet diesen Prozess weiter.
Die verschiedenen Zeitschichten der Gartenkultur werden – vor der Kulisse des sich rasant verändernden Emschertals – besonders im Kaisergarten sichtbar, der als größtes Ausstellungsexponat direkt an die Ludwig Galerie im Schloss Oberhausen grenzt. Hochkarätige Gemälde und Skulpturen, weit über 140 Exponate von internationalem Rang mit regionalen Bezügen, Pläne, antiquarische Garten- und Pflanzenbücher mit Schlüsselfunktion für die Gartenkunst der Gründerzeit, sowie rekonstruierte Blütenpracht im Kaisergarten geben erstmals in einem Kunstmuseum einen umfassenden Überblick über die Gartenkunstgeschichte an Emscher und Ruhr.
In dem fußläufig erreichbaren Haus Ripshorst veranschaulichen ab dem 12. März bis 24. Mai 2010 historische Luftbilder von ausgewählten Gartenanlagen den zeitlichen und natürlichen Wandel der Freiraumflächen im Revier.
Ludwig Galerie und Emschergenossenschaft gehen für Ausstellung und Katalog erneut eine Kooperation ein. Ein weiterer Partner ist der Regionalverband Ruhr.
Ermöglicht wird die Realisierung der Schau mit Fördermitteln der EU, durch das Land NRW und die NRW-Stiftung Natur-, Heimat- und Kulturpflege. An die Kulturhauptstadt 2010 ist es im Rahmen des Projekts Mapping the Region der RuhrKunstMuseen angeschlossen. Die Ausstellung wird von der Peter und Irene Ludwig Stiftung, der Stadtsparkasse Oberhausen und WDR 3 unterstützt.
21. Februar bis 24. Mai 2010
Ludwig Galerie Schloss Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
46049 Oberhausen
Dienstag bis Sonntag: 11-18 Uhr
Montag: geschlossen
Erwachsene: 6,50 Euro (erm. 3,50 Euro)
Familienkarte: 12,00 Euro
Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches museumspädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche sowie ein Veranstaltungsprogramm mit öffentlichen Führungen, Vorträgen, Spaziergängen und Exkursionen. Weitere Informationen finden Sie unter www.ludwiggalerie.de.
(Quelle: PM der Ludwiggalerie, Oberhausen)
1. März 2010, ah
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