Die Brühler Schlosskonzerte starten am 8. Mai in die neue Saison. Bis zum 29. August stehen insgesamt 35 Konzerte auf dem Programm. Den fulminaten Abschluss bildet wie immer das traditionelle Feuerwerk im Schlosspark.
Nachdem zwei besondere Jubiläen die vergangenen beiden Spielzeiten der Brühler Schlosskonzerte geprägt haben – 2008 wurde das eigene 50-jährige Bestehen gefeiert und 2009 in besonderem Maße des 200. Todestages Joseph Haydns gedacht – wird auch in diesem Jahr nicht auf das Feiern verzichtet: Musikalische Andenken an den jeweils 200. Geburtstag von Frédéric Chopin und Robert Schumann, den 250. Geburtstag von Luigi Cherubini und den 350. von Alessandro Scarlatti ziehen sich durch die ganze Saison.
Im Haydn-Festival Ende August, das nunmehr ins dritte Jahr geht, wird vom Hammerklavier-Solo bis zur geistlichen Musik Haydns ein umfangreicher Überblick über das Schaffen des Wiener Klassikers geboten. In den Schlosskonzerten, den Matinee- und Familienkonzerten von Anfang Mai bis Mitte Juli sind Werke von Barock bis Romantik zu hören. Die 35 Konzerte umfassende Saison der Brühler Schlosskonzerte beginnt am 8. Mai und endet am 29. August mit dem traditionellen Feuerwerk im Schlosspark.
Schloss Augustusburg und die umliegende Parkanlage (Foto: Thomas Robbin, Wikipedia [Lizenz: GFDL])
Den Höhepunkt der Schlosskonzerte-Saison bildet das Haydn-Festival, das vom 20. bis 29. August das Werk Joseph Haydns in nahezu allen Gattungen und Facetten hörbar werden lässt: vom Hammerklavier-Solo der Pianistin Claire Chevallier bis zum Stabat Mater, einem der geistlichen Hauptwerke Haydns. Es wird zum Festival-Abschluss vom Orchester der Brühler Schlosskonzerte, der Capella Augustina, zusammen mit dem Vokalensemble Köln und vier Gesangssolisten unter der Leitung von Andreas Spering in der Kirche St. Margareta aufgeführt. Auch die Eröffnung des Festivals bestreitet die Capella Augustina selbst, gemeinsam mit dem jungen Tenor Daniel Behle. Mozart-Arien und je eine Sinfonie von Cherubini und Haydn – die »mit dem Paukenwirbel« – stehen auf dem Programm. Der galanten Unterhaltungsmusik in Form von Serenaden und Divertimenti widmet sich das österreichische Ensemble moderntimes_1800 unter der Leitung von Julia Moretti und Ilia Korol. Weltberühmte Gäste wie das Trio Wanderer und das Tokyo String Quartet lenken das Interesse auf Joseph Haydns Kammermusik. Liebhaber der Orchestermusik kommen bei den Konzerten des Helsinki Baroque Orchestra, des Freiburger Barockorchesters sowie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ganz auf ihre Kosten.
Beendet wird das Haydn-Festival und damit auch die Saison der Brühler Schlosskonzerte am letzten August-Wochenende mit jeweils vier hochkarätig besetzen Konzerten in und um Schloss Augustusburg. Neben den bereits genannten Konzerten der Capella Augustina und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen erklingen in der Schlosskirche Baryton-Trios von Haydn, kleine Kostbarkeiten, die schon allein deshalb so selten in den Konzertsälen zu hören sind, weil es weltweit nur eine Handvoll Spieler dieser ebenso raren wie wunderlichen Instrumente gibt. In der Galerie am Schloss leitet die Sopranistin Sibylla Rubens mit einer Auswahl von „Abendliedern“ zum traditionellen Saison-Finale, dem Feuerwerk im Schlosspark, über.
Barocke, klassische und romantische Konzertprogramme bieten die Schlosskonzerte von Mai bis Mitte Juli. Erstmals im Treppenhaus von Schloss Augustusburg zu Gast wird das Fauré Quartett sein, das eines der aktuell gefragtesten und gefeiertsten Kammermusik-Ensembles Deutschlands ist. Auf dem Programm der vier Musiker stehen Klavierquartette von Mozart und Schumann. Auch der französische Pianist Alain Planès gibt sein Brühler Debüt: mit Werken von Schubert, Schumanns und Chopin.
Neben diesen besonderen Gästen werden auch einige alte Bekannte zu begrüßen sein: Das Publikum kann sich auf Wiedersehen mit den Lieblingen vergangener Spielzeiten freuen: Das Elbipolis Barockorchester Hamburg eröffnet die Saison mit Werken des italienischen und deutschen Barock von Bach, Händel, Vivaldi und Corelli. Das Ensemble NeoBarock präsentiert außergewöhnliche Bach-Rekonstruktionen. Das Ensemble Epoca Barocca führt zusammen mit dem Oboisten Alessando Piqué in Oboenkonzerten von Albinoni, Fasch, Händel, Scarlatti und Vivaldi vor, wie sehr die deutsche Barockmusik von italienischen Vorbildern geprägt wurde. Die Capella Augustina stellt gemeinsam mit der Geigerin Midori Seiler unter der Leitung von Andreas Spering in einem „Mozart-Portrait“ frühe und späte Werke desselben gegenüber.
In den Matineekonzerten am 16. Mai und 4. Juli werden leisere Töne in kleinsten Besetzungen angeschlagen: Marieke Spaans zeigt in ihrer Solo-Matinee, wie viele verschiedene Klangfarben das Cembalo haben kann. Mit gleich zwei Instrumenten – Violine und Viola – ist der junge Werner von Schnitzler zu hören. Am Klavier begleitet ihn Cosmin Boeru. Im Anschluss an die Matineekonzerte sind die Besucher zu einem Rundgang durch Schloss Augustusburg oder das benachbarte Max Ernst Museum eingeladen. Der Eintritt ist im Konzertkartenpreis bereits enthalten.
Auch für Familien mit Kindern werden am ersten und am letzten Sonntag der Saison wieder Familienkonzerte um 11 Uhr im Max Ernst Museum angeboten: Am Muttertag, den 9. Mai begleiten die jungen Hörer den Meisterdieb Paolo Passepartout auf seinem Beutezug durch das Museum für Musik, wo er auf der Suche nach dem wertvollsten Musikstück der Welt ist. Im Anschluss an das Konzert bietet das Max Ernst Museum ab 13 Uhr ein Muttertags-Special an, das für Konzertbesucher kostenlos ist: Mütter und Großmütter in Begleitung ihrer Kinder können an der Sonderführung »Max Ernst und Dorothea Tanning« teilnehmen, während die Kinder mit ihren Vätern und Großvätern ein besonderes Muttertagsgeschenk basteln.
Das Familienkonzert am 29. August ist kein Konzert im eigentlichen Sinne, sondern eine »Musikalische Schnitzeljagd«. In den Ausstellungsräumen des Max Ernst Museums verstecken sich Mitglieder der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und des Wiener Maskentheaters und warten darauf, von den Schnitzeljägern aufgespürt zu werden. Sie haben Instrumente, Fragen rund um die Musik und jede Menge Töne im Gepäck und laden als Belohnung zu einem kleinen Abschlusskonzert ein.
Das traditionelle Feuerwerk im Schlosspark findet in diesem Jahr unter geänderten Vorzeichen statt: Aufgrund des Umbaus der Schlossterrasse muss aus Platzgründen auf eine Bühne und auf Live-Musik verzichtet werden. Das Feuerwerk wird von musikalischen Highlights von Joseph Haydn untermalt, die vom Band eingespielt werden.
Die Konzertkarten sind in allen an KölnTicket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich oder können telefonisch unter 0221.2801 bzw. im Internet auf www.schlosskonzerte.de bestellt werden. Online gekaufte Tickets können bis zu 90 Minuten vor Beginn des Konzertes bequem am eigenen Drucker ausgedruckt werden. Weitere Informationen zu den einzelnen Konzerten gibt es im Internet unter www.schlosskonzerte.de. Das gedruckte Programm kann in der Geschäftsstelle der Brühler Schlosskonzerte unter der Telefonnummer 02232.941884 bestellt werden.
(Quelle: PM Brühler Schlosskonzerte)
20. April 2010, ah
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