Märkisches Museum zeigt zwei neue Ausstellungen

Zwei neuen Ausstellungen gibt das Team im Märkischen Museum der Stadt Witten zurzeit den letzten Schliff. Am kommenden Samstag, 17. April, sind dann alle Kunstinteressierten zur Vernissage in das Haus an der Husemannstraße 12 eingeladen.

Markisches Museum in Witten (Foto: Universitätsstadt Witten)Markisches Museum in Witten (Foto: Universitätsstadt Witten)Gisela Ocken, Wittens Zweite stellvertretende Bürgermeisterin, wird die Besucher begrüßen. Dirk Steimann, Vorstand des Kulturforums und Magdalena Kröner von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung werden in die Ausstellungen einführen.

»Im Rahmen von ›Le Sacre du Printemps‹ und ›Nachtarbeiten‹ werden – wie zuvor bei der Gruppenschau ›Mixed‹ – auch wieder sichtbare Bezüge zur der Sammlung des Märkischen Museums hergestellt«, erläutert Kulturforum-Chef und Ausstellungsmacher Dirk Steimann die Hintergründe der neuen Präsentation. »Die verschiedenartigen Setzungen und Kreuzungen unterschiedlicher künstlerischer Ansätze, die damit verbundenen Vorstellungen und Bildwelten dienen dabei stets auch der Selbstreflexion und Standortbestimmung der vertretenen Künstler. Eine Vorgehensweise, die mithin die spekulative Behauptung, der zufolge »die Moderne unsere Antike« (Roger M. Buergel) sei, mehr als wörtlich nimmt und in ihr Gegenteil wendet.«

»Le Sacre du Printemps«

»Le Sacre du Printemps« mit Guy Bar-Amotz, Lothar Götz, Svenja Kreh und Gregor Russ bringt vier Künstler in einen Dialog, die sich zwar auf Traditionen und Formalismen der Moderne beziehen, diese jedoch brechen und in ihrer individuellen Formensprache weiter entwickeln. So kann der Titel der Gruppenausstellung durchaus programmatisch verstanden werden. Denn die Uraufführung des gleichnamigen Balletts von Igor Strawinsky führte 1913 in Paris zu einem Skandal, der eine Neubewertung traditioneller Formen in der Kunst zur Folge hatte.

In seinen raumgreifenden Installationen reflektiert Guy Bar-Amotz (1967 in Israel geboren) auf die Notwendigkeit dieses Bruchs mit der Tradition und sich auflösender Grenzen: Fließende Übergänge zwischen Skulptur, Gebrauchsobjekt sowie Tanz und Musik kennzeichnen seine Environments aus Skulptur, Sound, Text und interaktiven Elementen. So sind seine Werke nicht zwingend für den Museumskontext gedacht, sondern sollen im Rahmen von Performances und Aufführungen, wie beispielsweise in der Londoner U-Bahn, in Gebrauch genommen werden.

Lothar Götz (1963 in Günzburg geboren) zeigt akribisch ausgeführte, geometrisch abstrakte Farbzeichnungen und – zum ersten Mal in einem Museum – ebenso akribische Malerei. Deren mitunter futuristische Formensprache nimmt Bezug auf die Auseinandersetzung des Künstlers sowohl mit den Utopien der Architektur-Moderne als auch der zeitgenössischen Avantgarde.

Svenja Kreh (1968 in Stuttgart geboren) fixiert abgründig-surreale Welten in großformatige Tuschezeichnungen, die zwar eine Vielzahl fragmentarisierter Erfahrungs- und Bedeutungs-Perspektiven bieten, aber letzten Endes undurchdringlich und unausdeutbar bleiben.

Gregor Russ (1964 in Karlsruhe geboren) formuliert in seinen von humorvoller Tristesse geprägten Installationen und Collagen poetische Spannungsfelder voller Bezüge auf Geschichte, Kunst und Literatur. Mit freundlicher Skepsis werden innere Zusammenhänge zwischen den Werken und einem übergeordneten Ganzen offenbar. Diese weit verzweigten Beziehungen, lassen sich mitunter als Aphorismen verstehen, entziehen sich aber ebenso wie ihre Text- und Bildelemente einer eindeutigen Logik.

»Nachtarbeiten«

Die »Nachtarbeiten« von Fabian Weinecke (1968 in Düsseldorf geboren) zeigen eigenwillige und poetische Zeichnungen und Malereien, bei denen das klassische Tafelbild als Bühne für befremdliche, mitunter erotisch-melancholische Szenen dient. Bildzitate und Paraphrasen aus der Kunstgeschichte – meist aus dem Surrealismus und Symbolismus – bilden den Hintergrund für die eigentliche Bildhandlung, die durch verschiedene, wiederkehrende individuelle Symbole und Metaphern gefüllt werden. So sind diese Bilder auch Begegnungen mit der Geschichte der Malerei nach dem Ende der Malerei.

Das Märkische Museum in der Husemannstraße ist dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Montags und an bestimmten Feiertagen bleibt das Museum geschlossen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses sind unter der Rufnummer (02302) 581 2550 zu erreichen. Nähere Informationen zum Märkischen Museum und seinen Ausstellungsschwerpunkten gibt es auch auf den Internetseiten der Stadt Witten unter http://www.witten.de/Kultur.352.0.html.

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(Quelle: PM der Universitätsstadt Witten, jk)

15. April 2010, ah

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Ruhrgebiet
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