Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt anlässlich des Internationalen Museumstags am Sonntag, den 16. Mai zu besonderen Veranstaltungen in seine Museen ein.
Die Führung »Küche, Keller, Kemenate« richtet sich an Jugendliche ab zehn Jahren und an Erwachsene. Die Teilnehmer erkunden gemeinsam die Wohnverhältnisse im spätmittelalterlichen Paderborn. Bei ihrer Entdeckungstour können sie sich von der eigenen Neugier leiten lassen. So stoßen sie im Museum auf die Überreste von Haushaltsgegenständen wie Töpfen, Messern und Ofenkacheln und bestimmen selbst die Themenschwerpunkte der Führung.
Um 15 Uhr bietet die Führung “Die Paderborner Königspfalzen” Erwachsenen einen Einblick in die Geschichte der Stadt und ihrer beiden Königspfalzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Bedeutung der Pfalzen – für das mittelalterliche Reisekönigtum, aber auch für die Entwicklung Paderborns und der gesamten Region.
Halbstündig ab 15 Uhr fordert das museumspädagogische Programm »Das Geheimnis einer Glasperle« die Kreativität der jüngeren Besucher. Hier entdecken Kinder ab sieben Jahren zuerst kostbaren Glasschmuck in der Ausstellung und tauchen ein in die Kunst seiner Herstellung. Inspiriert von der Pracht mittelalterlicher Halsketten formen sie anschließend selbst unterschiedlich gemusterte, farbenfrohe Perlen aus Fimo. Die Führungen sind kostenlos, Teilnehmer zahlen nur den Museumseintritt, das Programm »Das Geheimnis einer Glasperle« kostet zusätzlich 2 Euro.
Museum in der Kaiserpfalz, Am Ikenberg, 33098 Paderborn, Tel. 05251 1051-10,
http://www.lwl-kaiserpfalz-paderborn.de
Am Internationalen Museumstag dreht sich im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Lichtenau (Kreis Paderborn) alles ums Wasser: Ob als sanft plätschernde Fontäne im Konventgarten oder als treibende Kraft des Mühlrads – Wasser spielte sowohl im Alltag, als auch im liturgischen Leben der Dalheimer Chorherren eine große Rolle. Um es in die richtigen Bahnen zu lenken, betrieben sie einen immensen Aufwand. Beim Thementag »Wasser« begeben sich die Besucher um 15 Uhr in einer öffentlichen Sonderführung auf »die Wege des Wassers im Dalheimer Kloster«. Ausgehend vom Piepenbach hinauf in die Gartenanlagen folgen sie dem Wasserlauf und können erahnen, welche besondere Bedeutung das Wasser im Kloster Dalheim hatte. Brunnen dienten beispielsweise zur körperlichen und geistigen Reinigung, besaßen aber auch eine symbolische Bedeutung als Lebensbrunnen.
Kinder erforschen am Thementag bei einer Wasser-Exkursion der Gemeinschaft für Naturschutz im Altkreis Büren e.V. (GFN) von 15 bis 17 Uhr die Tierwelt des Dalheimer Klosterteichs von Fröschen, Kröten, Molchen über Wasserskorpione bis hin zu den Unterwasserdrachen. Bitte Gummistiefel und Kescher mitbringen.
Kinder haben an diesem Tag freien Eintritt. Bei einer Teilnahme am museumspädagogischen Programm fallen Materialkosten von 2 Euro pro Person an. Die Teilnahme an einer öffentlichen Führung (nicht für Gruppen) kostet 2,50 Euro pro Person zzgl. Museumseintritt. Weitere Informationen unter Telefon 05292 9319-225.
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur, Am Kloster 9 33165 Lichtenau, Telefon: 05292 93190
http://www.stiftung-kloster-dalheim.lwl.org
»Julia Sabina Medica« begibt sich als eine der wenigen praktizierenden Ärztinnen der Antike auf den Weg von Italien ins Römerlager Haltern. Sie berichtet Erwachsenen und Kindern ab zehn Jahren von der medizinischen Arbeit ihrer männlichen Kollegen in der Legion. Diese antike »Zeitzeugin« begleitet die Besucher um 14 und um 15 Uhr standesgemäß gekleidet durch die Dauerausstellung. Die Führung ist kostenlos, die Teilnehmer zahlen nur den Museumseintritt.
LWL-Römermuseum, Weseler Straße 100, 45721 Haltern am See, Tel.: 02364 9376-0, http://www.lwl-roemermuseum-haltern.de
Der Rundgang »gesucht. gefunden. ausgegraben« folgt um 14 Uhr den Spuren der Menschen in Westfalen, die sie im Laufe von über 250.000 Jahren hier hinterlassen haben. Im Zeitraffer geht es durch die Geschichte, durch die Zeit der Neandertaler, vorbei an monumentalen Grabanlagen und Überresten römischer Militärlager. Zeugnisse der frühchristlichen Glaubenswelt und mittelalterliche Lebensformen sind weitere Stationen auf dem Weg bis in die jüngste Vergangenheit, wo Bombenschutt die Schrecken des Krieges vor Augen führt.
Im LWL-Museum für Archäologie in Herne erleben die Besucher in der Führung »AufRuhr 1225!« die dramatischen Ereignisse des Schicksalsjahres (Foto: ATB/M. Jungblut)
Kaum ein Ereignis erschütterte die mittelalterliche Welt an Rhein und Ruhr mehr, als der gewaltsame Tod des Kölner Erzbischofs Engelbert im Jahr 1225. Kriege, Fehden und Intrigen begleiteten fortan das Leben der Menschen und veränderten in wenigen Jahrzehnten das Gesicht dieser Region. Die Besucher erleben in dem Rundgang »AufRuhr 1225!« um 16 Uhr die dramatischen Ereignisse anhand von Inszenierungen und Exponaten in der Sonderausstellung. Angefangen beim Anschlag auf den mächtigsten Kirchenfürsten des Reiches führt der Weg vorbei an reichsgeschichtlichen wie auch regional bedeutenden Themen des Mittelalters, immer begleitet von den Folgen, die der Tod Engelberts nach sich zog. Die Führungen sind kostenlos, die Teilnehmer zahlen nur den Museumseintritt.
LWL-Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne
Tel. 02323 94628-0 oder -24,
http://www.lwl-landesmuseum-herne.de
Im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster findet am Internationalen Museumstag ein ganztägiger Workshop für Erwachsene in der Sonderausstellung »Christoph Worringer« statt. Die Besucher widmen sich von 10.30 bis 13.30 Uhr und von 14.30 bis 17.30 Uhr dem Thema »Selbstbildnis« und begeben sich zunächst auf die Spur des Selbstporträts in dem Werk des zeitgenössischen Künstlers Worringer. Anschließend erstellen sie eigene Selbstbildnisse. Für die Teilnahme der Workshops, der 12 Euro zuzüglich Museumseintritt kostet, ist eine Anmeldung bis Freitag, 7. Mai, unter Telefon 0251 5907-201 erforderlich. Außerdem startet um 16 Uhr eine öffentliche Führung zum Thema »Das Stillleben im 17. Jahrhundert«. Teilnehmer müssen nur den Museumseintritt zahlen.
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Domplatz 10, 48143 Münster
Telefon: 0251 5907-201
Das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim zeigt am Internationalen Museumstag eine exotische Vorführung: Von 10 bis 18 Uhr stellt Glasmacher Torsten Rötzsch Glasobjekte in der venezianischen Millefiori-Technik her. Diese Technik kannten bereits die Römer: Glasstäbe mit geringem Durchmesser werden der Länge nach zusammengelegt und miteinander verschmolzen. Nach dem Abkühlen werden sie buchstäblich in kleine Scheibchen geschnitten. Deren Querschnitt ergibt das typische Blumenmuster des ‘millefiori’. Um z.B. eine Schale herzustellen, ordnet der Glasmacher diese Glasscheibchen in einer ofenfesten Form an. Durch erneutes Erhitzen verschmelzen die Plättchen und nehmen die Gestalt der Metallform an. Die Kunst des ‘millefiori’ dient vor allem dekorativen Zwecken: Zierliche Perlen oder Ohrgehänge entstanden traditionell in dieser Handwerkskunst.
Rötzsch verwendet Millefiori-Stäbe, die er zuvor selbst gezogen und miteinander verschmolzen hat. Für seine Glasobjekte verwendet er sowohl die typischen Millefiori-Stäbe als auch modern gestaltete Glasstäbe. Sie werden auch vor den Augen der Besucher am Ofen gezogen und weiterverarbeitet: Rötzsch legt aus den Glasplättchen ein Mosaik, das er anschließend mit der Pfeife aufnimmt. Auf diese Weise entstehen Hohlglasobjekte, deren Wandung die Millefiori-Technik besonders prächtig er¬scheinen lässt. Das Museum ist am 16.5.10 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Besucher zahlen nur den normalen Museumseintritt.
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Gernheim 12, 32469 Petershagen
Telefon: 05707 93110
Den vollen Einsatz aller Familienmitglieder verlangt eine Meisterprüfung, die das LWL-Textilmuseum in Bocholt »abnimmt«. Speziell für den Internationalen Museumstag hat der LWL in seinem Bocholter Industriemuseum eine Familienrallye mit kniffligen Aufgaben entwickelt. Das Erkundungsspiel führt Kinder, Eltern oder Großeltern vom Fabrikhof aus ins Maschinenhaus, ins Kesselhaus, in den Websaal und in das Arbeiterhaus, wo sie forschend und entdeckend verschiedene Aufgaben lösen müssen. An anderen Stellen sind Kraft, Geschicklichkeit und Kreativität verlangt, um historische Lebenssituationen nachvollziehen und meistern zu können. Jeder Familie winkt nach erfolgreicher Teilnahme ein Meisterbrief. “Selbstverständlich dürfen alle Familien die Musterbücher, Lochkarten und Holzgeräte mit nach Hause nehmen, die sie bei ihrer Meisterprüfung anfertigen”, verspricht LWL-Museumsleiter Dr. Hermann Josef Stenkamp. Zu der etwa dreistündigen Rallye können Familien zwischen 15 und 16 Uhr starten. Die Teilnahme kostet 8 Euro zuzüglich 5,80 Euro Museumseintritt pro Familie.
LWL-Textilmuseum Bocholt, Uhlandstraße 50 46397 Bocholt
Telefon: 02871 216110
(Quelle: PM des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe )
13. Mai 2010, ah
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