Vom 11. Juni bis zum 3. Oktober zeigt die Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn in der Austellung »Afghanistan. Gerettete Schätze - Die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul« 230 wertvolle Schmuckstücke, Grabbeigaben und Goldexponate aus Afghanistan.
Schmuckstück. (Foto: © Günter Brombach, 2010)
Zu sehen sind wertvolle Goldexponate, Grabbeigaben aus den Gräbern I und II in Tillya Tepe, die etwa um die Zeitenwende angelegt wurden. Tillya Tepe, übersetzt »Goldhügel«, trägt seinen Namen zu Recht: Die Ausgrabungen 1978-1979, die letzten vor dem Einmarsch der Sowjetunion, brachten mehr als 20.000 Objekte aus Gold, Silber und Elfenbein zum Vorschein, aufgeteilt auf sechs Gräber von Angehörigen reicher Nomadenfamilien – davon fünf Frauen- und eine Männerbestattung. Die Gräber der fünf Frauen waren rings um die Grab des Mannes angeordnet, das sich auf der höchsten Stelle des Hügels befand, zusammen mit zwei der am reichsten mit Schmuck und Beigaben ausgestatteten Frauengräbern.
Die Bestatteten trugen Schmuck von großer Pracht. Der mit Edelsteinen besetzte Goldschmuck sowie die griechisch-römischen, indischen oder chinesischen Gegenstände belegen, dass dieses Volk in engem Kontakt zu den großen Reichen der sesshaften Welt stand.
Diese Objekte galten lange Zeit als verschollen und wurden erst 2004 in den Depots der Zentralbank von Kabul wiederentdeckt, wo sie den Einmarsch der russischen Armee und die Zeit der Taliban-Regierung unbeschadet überdauert hatten. Der Afghanische Nationalschatz ist von unschätzbarem kunst- und kulturhistorischen Wert. Lange Zeit galten die in der Ausstellung gezeigten Objekte allgemein als gestohlen oder von den Taliban zerstört. Angesichts der instabilen Sicherheitslage zum Ende der russischen Besatzung Afghanistans, versteckten mutige Mitarbeiter des Kabuler Nationalmuseums Ende der 80er Jahre die wichtigsten Objekte.
Vom 11. Juni bis 3. Oktober 2010 können 230 der wertvollsten Stücke nun in Bonn gezeigt werden. Der vertrauensvolle Dialog zwischen den Zivilisationen ist für die Welt von heute zu einer unabdingbaren Notwendigkeit geworden. Die Ausstellung soll ein weiterer Schritt auf dem Weg der Verständigung zwischen den Kulturen sein.
(Quelle: PM der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH)
28. Mai 2010, ts
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