Kumpel Anton, St. Barbara und die Beatles haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Was die drei verbindet, zeigt eine neue Ausstellung vom 16. Juli bis 10. Oktober 2010 im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum.
Bild des Ausbilders und Foto-Amateurs Karl Stege aus der Serie »Berglehrlinge«, mit der er 1956 beim Fotowettbewerb der GBAG einen ersten Preis gewann. (Repro: LWL ) Sie alle waren Leitbilder im Ruhrgebiet zwischen Nachkriegszeit und Strukturkrise. Vom 16. Juli bis 10. Oktober 2010 lässt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Bochumer Museum eine heute weitgehend vergessene Kulturgeschichte des Reviers wieder lebendig werden – eine Geschichte, die sich zwischen Traditionspflege und moderner Kunst, Bergarbeiterkultur und Pop bewegt.
Das Themenspektrum der Schau reicht von A wie Antibabypille bis Z wie Malzirkel Zwickau. Zu sehen sind über 250 Exponate, darunter Gemälde und Skulpturen von Laienkünstlern und Mitgliedern des »jungen Westen«, Werke der Dortmunder Gruppe 61, Plakate der Ruhrfestspiele, alte Filmzeitschriften, historische Fotos, Schallplatten und Filme.
»Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel. Das Motto der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 hätte auch damals gut gepasst«, erläuterte Ausstellungsleiterin Dr. Dagmar Kift vom LWL-Industriemuseum bei der Vorstellung der Schau in Bochum. Gerade die Laienmaler, Hobbymusiker und Arbeiterdichter des Ruhrgebiets, die im Mittelpunkt der Schau stehen, hätten viel bewegt und Außerordentliches geleistet. Kift: »Sie gaben dem Industrierevier nach 1945 gemeinsam mit Kulturpolitikern aus dem Bergbau, den Gewerkschaften und einzelnen Kultureinrichtungen erstmals eine kulturelle Identität. Dabei war es ihnen wichtig, die Menschen an der Kultur teilhaben oder als Laienkünstler teilnehmen zu lassen. Parallel zur Montanmitbestimmung ging es in den 1950er und 60er Jahren auch um kulturelle Partizipation.«
Die Bochumer Präsentation ist ein Begleitprojekt zur Kulturhaupthauptstadt-Ausstellung »Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen«, die der LWL bis 31. Oktober in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zeigt:
Vom 16. Juli bis 10. Oktober 2010
(Quelle: PM des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, LWL)
15. Juli 2010, ts
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