Auf Leben und Tod

Unter dem Titel „Auf Leben und Tod“ treffen im Kölner Wallraf-Richartz-Museum ausgewählte Meisterwerke der Kölner Gemäldegalerie auf herausragende Fotokunst. Im Fokus stehen dabei Glanz und Elend der Gattung Mensch.

Bartholomäus Bruyn d.Ä. (Wesel [?] 1493 – 1555 Köln), Bildnis einer jüngeren Frau mit NelkeBartholomäus Bruyn d.Ä. (Wesel [?] 1493 – 1555 Köln), Bildnis einer jüngeren Frau mit Nelke, um 1537-1539, Öl auf Eichenholz, 37 x 30 cm, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln (Quelle: museen-koeln.de)Helmut Newton & Jean Ingres, Nan Goldin & François Boucher, Herlinde Koelbl & Wilhelm Leibl oder Jack Pierson & Barthel Bruyn, so heißen nur vier der mehr als 50 ungewöhnlichen Dialoge, die das Wallraf ab 17. September 2010 in Szene setzt. Unter dem Titel „Auf Leben und Tod“ treffen dort ausgewählte Meisterwerke der Kölner Gemäldegalerie auf herausragende Fotografien der TEUTLOFF PHOTO + VIDEO COLLECTION. Im Fokus stehen dabei Glanz und Elend der Gattung Mensch. Die Themen Geburt und Tod, Glück und Leid oder Zuversicht und Verzweiflung werden dabei in all ihren Facetten dargestellt.

Hendrik Kerstens (* 1956 Den Haag lebt in Amsterdam und New York), Bag, November 2007Hendrik Kerstens (* 1956 Den Haag lebt in Amsterdam und New York), Bag, November 2007, C-Print auf Dibond, 108 x 87 cm, Teutloff Photo + Video Collection, Bielefeld (Quelle: museen-koeln.de)Die Gegenüberstellungen von Fotokunst und Malerei sind für die Besucher verblüffend und lehrreich zugleich. So zeigen sie, wie die Bildformeln Alter Meister auf unterschiedlichste Weise bis in die heutige Zeit fortwirken. Selbst die aktuelle Fotografie benutzt, zitiert oder parodiert die Malkunst. Gleichzeitig hat das jüngere Medium zudem neue Formen entwickelt, um das veränderte Menschenbild festhalten zu können. Themen wie Körperbewusstsein oder sexuelle Identität werden wie selbstverständlich inszeniert. Derartig explizite Darstellungen wären in der alten Kunst undenkbar gewesen.

Insgesamt stellt das Wallraf rund 70 Exponate aus der thematisch wie qualitativ beeindruckenden Kollektion des Bielefelder Sammlers Lutz Teutloff mehr als 40 Meisterwerken der eigenen Sammlung gegenüber. In neun Kapiteln entfaltet die Ausstellung ein ergreifendes Panorama der „condition humaine“, von der Wiege bis zur Bahre – und zurück zur Wiedergeburt. Eine raffinierte Inszenierung lädt zum vergleichenden Sehen ein. In Anlehnung an Mark Z. Danielewskis Roman „House of Leaves“ entsteht ein Ausstellungsraum, der durch seine Trompe-l’œil-Gestaltung innen größer ist als außen. Der amerikanische Kultautor spricht am 30. September um 19 Uhr im Stiftersaal des Wallraf zum Thema: „The Hopeless Animal and The End of Nature“.

Wann?

17. September 2010 bis 09. Januar 2011

Wo?

(Quelle: Museen Köln)

20. September 2010, ah

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Köln & Rhein-Erft-Kreis
Tags:
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