KlassikSommer Hamm 2010 - Unterhaltsame E-Musik

Beim KlassikSommer Hamm 2010 vom 6. Juni bis 11. Juli steht die »E-Musik« wieder im Mittelpunkt. Das Festival versucht konsequent die Grenzen zwischen ernster Musik und Unterhaltung zu überschreiten. Als Pate für das Eröffnungskonzert steht Amerika.

KlassikSommer Hamm 2010KlassikSommer Hamm 2010Gralshüter der puren Klassik müssen auf den Winter warten: Im KlassikSommer darf E-Musik auch unterhaltsam sein. Wie so ein Sprung ins Unterhaltsame gelingt, ohne im musikalischen Flachwasser zu landen, zeigt schon das Eröffnungskonzert. Leonard Bernstein und George Gershwin, Väter des »symphonic jazz«, modernisierten Sinfoniekonzert und Oper mit Elementen des Jazz. Die berühmtesten dieser Neutöner-Werke sind die »Rhapsody in Blue« und die »West Side Story«. Weniger bekannt ist »Candide«. Prall und lebenslustig, genial instrumentiert und volltönend, eröffnet die Candide-Ouvertüre zu Bernsteins moderner »Oper« am 6. Juni um 20 Uhr in der Alfred-Fischer-Halle Hamm den KlassikSommer 2010. Mit Nicholas Milton steht ein Dirigent am Pult, der den »American way« überzeugend verkörpert. Der Jenaer Generalmusikdirektor ist Leiter des Canberra Symphony Orchestra sowie Chefdirigent des Willoughby Symphony Orchestra in Sydney und einer der führenden australischen Dirigenten seiner Generation.

Play Bach, Martin! Denn bei Bach hat auch die moderne Musik ihre Wurzeln. Martin Stadtfeld setzt einen barocken Kontrapunkt zu den jazzig-amerikanischen Klassikern. Und wenn einer wie Stadtfeld Bach spielt, klingt Barockes zeitgemäß. Er, der im Alter von gerade zwanzig Jahren Bachs Goldberg-Variationen unkonventionell und jugendlich-frisch interpretierte, der damit Aufsehen erregte und die Gralshüter des Bach-Werks verstörte, erlebte damit einen furiosen Karrierestart. Und zeigt beim Eröffnungskonzert, dass sich durchaus Berührungspunkte zwischen Bach und Gershwin finden lassen.

KlassikSommer Hamm, Fischer-Halle.KlassikSommer Hamm, Fischer-Halle (Foto: Stadt Hamm).Im Kontrast zur »Rhapsody« im zweiten Programmteil spielt Martin Stadtfeld das, womit er berühmt wurde: Ein Klavierkonzert von Johann Sebastian Bach, in diesem Fall das Konzert d-Moll BWV 1052, für dessen CD-Einspielung das unkonventionelle Tasten-Genie einen von insgesamt vier Echo Klassik-Preisen gewann. Inzwischen beinahe 30, erreicht der Ausnahme-Pianist nun allmählich ein »Bach-würdiges« Alter und hat dennoch nichts von seinem vitalen, verspielt tiefsinnigen und modernen Bach-Verständnis verloren.

Die »West Side Story« ist sicherlich Leonard Bernsteins berühmteste Schöpfung und sein Meisterwerk, machte ihn zu einem der wichtigsten Bühnenkomponisten unserer Zeit. Die Sinfonischen Tänze aus dem Musical schlugen die Brücke zwischen Bühne und Konzertsaal, luden die Musik des Broadways sinfonisch auf.

»Ich hatte viele Wohnungen, aber zu Hause war ich am Klavier«, bekannte George Gershwin einmal. Der ausgebildete Pianist Gershwin entwarf alle seine Werke am Klavier, so auch die »Rhapsody in Blue«, in der er nach eigenem Bekunden ein »musikalisches Kaleidoskop Amerikas – unseres ungeheuren Schmelztiegels, unserer typischen nationalen Eigenheiten, unseres Blues, unserer großstädtischen Unrast« schuf. So entstand die Ursprungsfassung zunächst für Klavier und Big Band, später erst die heute meist gespielte Version für Klavier und großes Orchester, die zu einer der populärsten Kompositionen Gershwins wurde. Gershwins autobiographischer, lautmalerischer Spaziergang durch das Paris der zwanziger Jahre »Ein Amerikaner in Paris«, bekannt geworden auch durch den gleichnamigen Film mit Gene Kelly, setzt den Schlusspunkt unter das Programm aus amerikanisch-lässiger Moderne mit barockem Kontrapunkt.

Wann?

Vom 6. Juni bis 11. Juli 2010

Wo?

An verschiedenen Orten in und um Hamm.

Tickets und weitere Informationen unter www.klassiksommer.de

(Quelle: PM der Stadt Hamm)

1. Juni 2010, ts

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Ruhrgebiet
Tags:
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