Im Juni startet in der Metropole Ruhr das größte Fahrradverleihsystem Deutschlands: In zehn Städten stehen künftig an Bahnhöfen, Museen oder Standorten der Route der Industriekultur Leihfahrräder bereit, mit denen das Ruhrgebiet erradelt werden kann.
Die Ausleihe und Rückgabe der Räder erfolgt an Stationen, die jeweils mit einer Infosäule ausgestattet sind. Anruf genügt. (Foto: RVR)Die Metropole Ruhr bekommt Deutschlands größtes Fahrradverleihsystem – das metroradruhr. Der offizielle Startschuss für die erste Ausbaustufe ist am 18. Juni 2010 in Dortmund gefallen. Von nun an beginnt der Aufbau der einzelnen Stationen und Bewohner und Besucher können das metroradruhr an zahlreichen Stationen dann spontan ausleihen, am Zielort abgeben und somit die Metropole Ruhr schnell und umweltfreundlich mit dem Leihrad erfahren. Viele Stationen liegen an markanten Punkten wie Bahnhöfen, Museen oder Standorten der Route der Industriekultur. Die Kombination mit Bus und Bahn ist gewünscht und gewollt.
Durch die intelligente Verknüpfung entsteht eine umweltfreundliche Mobilitätskette. Künftig kann der letzte Kilometer von der Haltestelle bis zum Büro oder vom Bahnhof bis zum Kulturevent mit einem Leihfahrrad zurückgelegt werden.
Das Projekt wird von zehn Ruhrgebietsstädten und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr unter Federführung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) realisiert. Als weiterer Projektpartner eingebunden ist der künftige Betreiber des Verleihsystems, das Leipziger Unternehmen nextbike. Die Qualitätssicherung und Logistik übernimmt die Paritätische Initiative für Arbeit e.V. aus Mülheim, welche die örtlichen Radstationen in Pflege und Wartung der Leihräder einbezieht. Das Bundesverkehrsministerium fördert den Aufbau des Verleihsystems metroradruhr als Modellprojekt mit 2,3 Millionen Euro. Die Metropole Ruhr ist eine von acht Modellregionen, die sich im Jahr 2009 in dem bundesweiten Wettbewerb für innovative Fahrradverleihsysteme unter insgesamt 44 Regionen durchgesetzt haben.
Mit der ersten Ausbaustufe 2010 werden in den Städten Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen insgesamt über 1.600 Räder an 150 Ausleihstationen bereit stehen. Zwei weitere Ausbaustufen folgen in den nächsten beiden Jahren. Bis Ende 2012 wird es in der Metropole Ruhr insgesamt 3.000 Räder an 300 Stationen geben.
Die Ausleihe und Rückgabe der Räder erfolgt an Stationen, die jeweils mit einer Infosäule ausgestattet sind. Vor der ersten Nutzung ist eine einmalige Registrierung notwendig. Diese kann telefonisch unter 030 69205046 oder auf www.metroradruhr.de erfolgen. Für die Ausleihe erhält man nach Anruf der Hotline den Öffnungscode für das Fahrradschloss und kann losfahren. Das Rad kann zu jeder Zeit und an jeder beliebigen metroradruhr-Station abgegeben werden. Der Tarif beträgt pro Stunde ein Euro und acht Euro (ab der fünften Stunde) für den ganzen Tag. Bus- und Bahn-Kunden erhalten darüber hinaus einen Bonus vom Betreiber. Sie fahren einmal am Tag bis zu 30 Minuten kostenlos. Neben den Verleiheinnahmen ermöglicht die Vermarktung der Werbeflächen an den Rädern einen wirtschaftlichen Betrieb des Systems. Somit ist das metroradruhr innovatives Verkehrsmittel und attraktives Werbemedium.
„Das metroradruhr-System macht das Radfahren in der Metropole Ruhr noch attraktiver. Einwegfahrten ermöglichen die flexible Nutzung des Rades. In den nächsten Jahren soll die hohe Qualität des Freizeitradelns zunehmend in das alltägliche Radfahren überführt werden, damit es künftig Spaß macht, mit dem Rad zur Arbeit, zum Konzert oder zum Einkaufen zu fahren“, sagte Dr. Thomas Rommelspacher, stellv. Regionaldirektor beim RVR, bei der Eröffnung des Verleihsystems in Dortmund.
Auch Dortmund Oberbürgermeister Ullrich Sierau lobte das neue Projekt: „Das metroradruhr soll ein neues regionales Markenzeichen werden. Es ist mit seinem flächenhaften Ansatz einmalig in Deutschland und wird uns helfen, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu touristischen Großereignissen wie der Kulturhauptstadt 2010, aber auch im Alltagsverkehr künftig noch stärker zu verankern.“ In Dortmund sind beispielsweise Stationen am Dortmunder U, am Südwall und am Hansaplatz fertig gestellt. In den nächsten Wochen werden in Dortmund rund 30 Stationen hinzukommen.
Für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist das metroradruhr ein wichtiges Glied in der Mobilitätskette, so VRR-Vorstandssprecher Martin Husmann: „Ganz wichtig ist die enge Vernetzung von Fahrrad und Nahverkehr, mit dem Ziel, eine komfortable Nutzung für Kunden zu ermöglichen. Das metroradruhr passt als umweltfreundliche Ergänzung ideal zu Bus und Bahn. Durch die intelligente Verknüpfung entsteht eine umweltfreundliche Mobilitätskette.“
Weitere Infos: www.metroradruhr.de
(Quelle: Pm des RVR)
21. Juni 2010, ah
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